Die technische Infrastruktur von BABS

Die technische Infrastruktur des Bibliothekarischen Archivierungs- und Bereitstellungssystems (BABS) steht auf mehreren Säulen. Der Aufbau folgt dem projectReferenzmodell Open Archival Information Systems (OAIS) und berücksichtigt somit alle notwendigen Prozesse der Langzeitarchivierung. Der Ausbau geschieht modular, BABS ist dabei bestrebt, vorhandene technische Lösungen zu integrieren und z. B. die reibungslose Zusammenarbeit mit den vorhandenen Bibliothekssystemen zu organisieren.

Workflow
  1. Digitalisierung
    Die „Zentrale Erfassungs- und Nachweisdatenbank für Digitalisate” (ZEND) steuert den gesamten Workflow der vom Münchener Digitalisierungszentrum/Digitale Bibliothek und im Google-Projekt produzierten Digitalisate von der Vorbereitung über die Digitalisierung bis hin zur Bereitstellung und Langzeitarchivierung mit maßgeschneiderten Funktionen und ermöglicht eine weitgehend automatisierte Verarbeitung der Digitalisate, wie auch der dazugehörigen bibliographischen, strukturellen, technischen und administrativen Metadaten.
  2. Web-Archivierung
    Für das selektive Harvesting und die Archivierung von Websites wird das Web Curator Tool eingesetzt (Open-Source-Software entwickelt von der British Library und der National Library of New Zealand), das auf dem Heritrix-Crawler aufbaut, der vom Internet Archive speziell für die Webarchivierung entwickelt wurde.
  3. Netzpublikationen
    Für die Verwaltung, Bereitstellung und Langzeitarchivierung von Netzpublikationen wurde das Digital Asset Management System „DigiTool” von Exlibris adaptiert.

Zur Speicherung der Daten wird das am LRZ betriebene Archiv- und Backupsystem unter dem Softwarepaket Tivoli Storage Manager (TSM) der Firma IBM verwendet. TSM ist als Client-Server-Applikation für heterogene Rechnerlandschaften konzipiert und basiert auf offenen Standards, wie dem IEEE Mass Storage Reference Model. Das System verfügt über essentielle Funktionalitäten, die bei der Langzeitarchivierung als Voraussetzung gelten.

Die Integration weiterer Module zur Verbesserung von Effektivität und Effizienz von BABS wird stetig vorangetrieben.

Zur Zeit wird das Lanzeitarchivierungssystem Rosetta der Firma ExLibris für die Workflows der BSB pilotiert.



V. 4.2.1 de

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Neue Digitalisate in unseren Sammlungen

Täglich aktuell: Neue Digitalisate in den Digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek. Titel online: 1.200.613Neue Digitalisate in unseren Sammlungen

[29.03.2017]

1,2-millionstes Werk digitalisiert!

1,2-millionstes Werk digitalisiert!

Mit der Digitalisierung eines der prächtigsten Stundenbücher der Gent-Brügger Schule (Clm 28345) hat das Münchener Digitalisierungszentrum sein 1,2-millionstes Werk online zugänglich gemacht. Die Handschrift mit 28 ganzseitigen, 60 halb-, viertelseitigen und kleineren Miniaturen sowie 24 Bas-de-Page-Kalenderminiaturen kann ab sofort online komplett durchgeblättert werden. [zum Stundenbuch]1,2-millionstes Werk digitalisiert!

[27.03.2017]

Die Reformation in Bayern – digital, regional, vielfältig

Die Reformation in Bayern – digital, regional, vielfältig

Unter dem Titel „Martin Luther und die frühe Reformation in Bayern. Anhänger, Gegner, Sympathisanten“ präsentiert das Kulturportal bavarikon im Luther-Jahr 2017 seine erste virtuelle Ausstellung. Sie ist nicht nur vom Umfang her, sondern auch im Ansatz einzigartig: 21 Kultureinrichtungen beteiligen sich an der digitalen Schau, die 123 hochkarätige Exponate zeigt. [weitere Informationen]Die Reformation in Bayern – digital, regional, vielfältig

[27.03.2017]

6 000 Tondokumente aus 229 Orten: Sprechender Sprachatlas von Niederbayern und dem angrenzenden Böhmerwald geht online

6 000 Tondokumente aus 229 Orten: Sprechender Sprachatlas von Niederbayern und dem angrenzenden Böhmerwald geht online

Die Bayerische Staatsbibliothek München und die Universität Passau bringen in einem Kooperationsprojekt den „Sprechenden Sprachatlas von Niederbayern und dem angrenzenden Böhmerwald“ online. Das interaktive Angebot richtet sich an ein breites Publikum und ist ab sofort über die Bayerische Landesbibliothek Online abrufbar. [weitere Informationen]6 000 Tondokumente aus 229 Orten: Sprechender Sprachatlas von Niederbayern und dem angrenzenden Böhmerwald geht online

[27.03.2017]

IIIF: Wertvolle Inhalte präsentieren, teilen und bearbeiten

IIIF: Wertvolle Inhalte präsentieren, teilen und bearbeiten

Content Sharing mit dem IIIF-Standard (IIIF – International Image Interoperability Framework): Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) stellt heute in einer ersten Ausbaustufe etwa 12.000 digitalisierte Objekte – über 4.000 mittelalterliche Handschriften und 8.000 Inkunabeln – im neuen IIIF-Standard bereit. Der Einsatz des IIIF-Standards ermöglicht die Visualisierung, die Strukturierung und den Austausch digitaler Objekte zwischen Kulturinstitutionen aus aller Welt. Die BSB setzt dafür den IIIF-konformen Viewer „Mirador“ ein, der zugleich eine Forschungsumgebung ist. Mit Mirador wird beispielsweise ein Vergleich mittelalterlicher Handschriften ermöglicht, die aus über die ganze Welt verteilten IIIF-Kultureinrichtungen wie der Digital Library in Oxford, e-codices in der Schweiz oder der University Library in Stanford stammen können. Die Bayerische Staatsbibliothek arbeitet an der Umstellung von 1,2 Millionen bereits digitalisierten Werken auf den IIIF-Standard.
Zum IIIF-WebangebotIIIF: Wertvolle Inhalte präsentieren, teilen und bearbeiten

[21.03.2017]

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